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das Betrieb
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Bereits
1500 gibt es Berichte über das
Gut von Praducello, einem kleinen
landwirtschaftlich geprägen Zentrum
in dem auch das zum Jagdgebiet der
Familie Boiani gehörende Haus
steht. Es geht in den Besitz der Familie
De Rubeis über, die 1720 die
derzeitige venezianische Villa errichtet
und die landwirtschaftliche Tätigkeit
verstärkt.
Der Seidenhändler Domenico
Rubini erwirbt das Gut Spessa
1814, damals wurden dort hauptsächlich
Maulbeerbäume angebaut, für
die
Aufzucht von Seidenraupen.
Das Gut Spessa gehörte zu den
größten Seidenproduzenten
des Friauls und beschäftigte
100 Personen, aber bereits
zu dieser Zeit produzierte man hier
auch Weine von hoher Qualität.
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Doch
nach wenigen Jahren fallen hier
die aus
der Neuen Welt kommenden Pflanzen-Krankheiten
ein, zuerst der Mehltau, die
Peronospora oder Krautfäule
und dann die Reblaus. Während
der Mehltau sich in unserer
Gegend nie mit verheerenden
Folgen breit gemacht hat, drohte
dem Weinanbau im Friaul durch
Krautfäule und Reblaus
das Aus. Aber auf Gut Spessa
werden auch dann weiterhin Seidenraupen
gezüchtet und Wein angebaut,
als
auf Domenico Pietro folgt. |
Die
Wende kommt dann mit dem Sohn Pietros,
Domenico. Er beginnt 1885das
Studium der Agrarwissenschaft in der
Universität Portici, als die
Landwirtschaft eigentlich eher verachtet
wird, und trägt damit dazu bei,
dass auch andere Grundbesitzer seinem
Beispiel folgen. So stammen die ersten
und wichtigsten Forschungsarbeiten
über die Krautfäule
im Friaul und die Kriterien der Schädlingsbekämpfung
von Domenico
Rubini, der den Lehrstuhl
für Agronomie an der Universität
Udine erhält. Bei den
im Privatarchiv der Familie Rubini
aufbewahrten Schriften handelt es
sich um die absolut ersten, die sich
mit dem Verlauf, der Schwere sowie
den agronomischen Praktiken für
die Bekämpfung und die Vorsorge
dieser Krankheit beschäftigen.
Domenico Rubini wurde
von der Regierung in das hohe Amt
eines Mitglieds der Reblaus-Beratungskommission
berufen. Um gegen diese Parasiten
anzukämpfen wurden Weinstöcke
französischer Herkunft eingeführt
Dieser Schritt stellte zwei schwerwiegende
Gefahren in Aussicht: die erste die
Aufgabe der autochthonen Weinstöcke
und die zweite die Herabsetzung der
Qualität der Weine, hervorgerufen
durch den Einsatz von Rebsorten und
Klonen, die nicht für dieses
Terroir geeignet waren.
Domenico Rubini entschied sich
deshalb dazu innerhalb des Unternehmens
eine “Rebstockschule”
anzulegen, für die er Merlot-
und Cabernet Franc-Klons
aussuchte, die für ds Terroir
am besten geeignet waren, hautpsächlich
setzte er sich aber das Ziel,
autochthone Rebsorten fortzupflanzen.
In den alten Firmenregistern
finden wir deshalb Tocai
Friulano, Ribolla Gialla, Verduzzo
Friulano, Picolit, Schioppettino
(der damals Ribolla Nera oder
Pokelca genannt wurde)
sowie andere, weniger bedeutende
Rebsorten, die leider mit der
Zeit aufgegeben wurden. |
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Die Zeitungen berichteten
zu jeder Zeit darüber, was auf
den Zusammenkünften und Symposien
im gesamten Ostfriaul ablief, zu den
immer ein großes Publikum kam,
um sich über die letzten von
Domenico Rubini in seinem –
wie die Presse es damals nannte –
“Modellunternehmen” durchgeführten
Experimente zu informieren. Außerdem
machten Studien über das Gebiet
Cividalese (die
im Buch “I dintorni di Cividale
del Friuli: studio geoagronomico del
1909” – “Die Umgebung
von Cividale im Friaul: geoagronomische
Untersuchung von 1909” veröffentlicht
wurden), mit der Klassifizierung
der Böden und der Feststellung
der Probleme der verschiedenen landwirtschaftlichen
Gebiete, den
industriellen Ansatz bei der Landwirtschaft
möglich, einem Wirtschaftszweig,
der bisher nur als reines Mittel zum
Lebensunterhalt und nicht für
die Entwicklung eines gesamten Gebietes
gesehen wurde. Als erster führte
er 1915 in der Provinz Udine den Tabakanbau
ein, eine Kultur, die sofort zufriedenstellende
Resultate zeigt und in kurzer Zeit
großflächig im Friaul durchgeführt
wurde. Er war aktiv am Aufbau
der “Cantine Sociali”,
der Winzergenossenschaften, und den
kooperativ geführten Seidenkokon-Trockenanlagen
beteiligt und gab damit der Seidenraupen-Aufzucht
einen großen Auftrieb. Er interessierte
sich für die Urbarmachung
der Hügel und die große
Trockenlegung der Friaulschen
Niederung. Bei der Durchführung
eines großen öffentlichen
Werks spielte er ebenfalls eine herausragende
Rolle: dem Akquädukt
der Poiana, der heute noch
zwölf Gemeinden des Bezirks Cividale
del Friuli mit dem wertvollen Element
versorgt und dem italienischen Heer
in den zwei Weltkriegen eine wertvolle
Hilfe war. Zwei Kriege, in denen militärische
Okkupationen durch alle Truppen, die
in diesem Gebiet gekämpft haben,
aufeinander folgten.
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Villa
Rubini, ein kleiner Punkt
Europas, der
auf allen Militärkarten
der an diesen Konflikten beteiligten
Heere eingetragen war.
Noch heute trägt die Villa
die Zeichen des Zweiten Weltkriegs,
als
italienische Truppen auf dem
Landgut einquartiert waren:
die Beschriftungen der Türen,
mit denen die Unterkünfte
für Offiziere, Unteroffiziere
und Truppe gekennzeichnet wurden.
Die
Unterschriften der Soldaten
im Flügel der Villa Rubini,
in dem sie untergebracht waren
– Soldaten, die aus wer
weiß welchem Teil Italiens
hier landeten und ihre Gedanken
den weißen Wänden
der Mansarden und der Heuböden
anvertrauten. Die
Fotos aus jenen Tagen,
auf denen auch der zu Besuch
gekommene Prinz Umberto von
Savoyen zu sehen ist, zeigen
die Rückständigkeit
eines von zwei Kriegen gegeißelten
Gebiets, aber auch den Weinberg
mit Tocai Friulano, der sich
heute noch vor dem Eingang der
Kellerei befindet, ein Zeuge
dieses dunklen Kapitels der
Geschichte Europas. Es folgten
das
deutsche Heer, die kurzlebigen
Lager der
Partisanen und die Besetzung
durch das
Heer der Alliierten;
wir bewahren immer noch eine
detaillierte Liste der von den
Truppen herbeigeführten
Schäden an der Villa auf,
die Ing.
Pietro Rubini nach seiner
Rückkehr aus der Gefangenschaft
in Kenia aufgestellt hat, und
für die er von der amerikanischen
Verwaltung entschädigt
wurde. |
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Ing. Pietro Rubini,
Sohn des Agronomen Domenico, hat Telefonleitungen
in Süditalien, Bergwerke in Kenia,
Straßen in Kolumbien, die heute
noch befahren werden, entworfen und
ist dann auf sein Gut in Spessa zurückgekehrt.
Er hat es zu seinem früheren
Glanz zurückgeführt und,
wie seine Vorfahren, seinen Beitrag
zur Weiterentwicklung des Weinbaus
im Gebiet Cividale geleistet. Er war
Gründer und erster Vorsitzende
des Schutzkonsortiumgs der DOC-Weine
der “Colli Orientali del Friuli”,
denn er ahnte, dass nur die Entwicklung
und Identifikation des Gebietes unsere
Weine aufwerten und sie an die Spitzen
der Weinkunde in der Welt bringen
kann. Er gehörte zu den Gründern
des “Ducato dei vini Friulani”,
einer Organisation, die diejenigen
prämiert, die sich bei der Förderung
und Aufwertung des friaulischen Weins
hervortun. Ein Erneuerer der Weinproduktionstechniken
und des Wine Marketings – auch
wenn man es damals sicher noch nicht
so nannte ! Ein Pionier, Techniken,
die er Ende der Siebziger Jahre einsetzte,
wurden Ende der Achtziger, Anfang
der Neunziger Jahre auch von anderen
Unternehmen eingeführt und gelten
heute als vollkommen normal. Rubini
war eine der ersten friaulischen Marken
auf dem nordamerikanischen und japanischen
Markt. Eines der aktivsten
Unternehmen, als es darum ging, diese
neuen Weine aus einer kleinen Region
im Nordosten Italiens, die einer langen
Tradition entstammen, auf den internationalen
Märkten zu präsentieren.
Eines
der ältesten Familienunternehmen
Italiens, mit einer 190 Jahre alten
Tradition.
Auf diesem Fundament und mit unveränderter
Leidenschaft werden heute unsere Weine
von uns angebaut und hergestellt. |
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